

Die Historie der Buckfastbiene (Professor Armbruster / Bruder Adam) ist bereits in vielen Büchern dokumentiert und uns allen bekannt, daher werden wir diesen Teil der Geschichte vernachlässigen.
Verweisen wollen wir hier an dieser Stelle auf die von Bruder Adam geschriebenen Bücher: "Auf der Suche" und "Meine Betriebsweise", erschienen im Kosmos Verlag sowie auf das Buch von Raymond Zimmer: "Die Buckfastbiene -Fragen und Antworten", erschienen im KOCH Imkerei-Technik-Verlag.
Auch wollen wir an dieser Stelle keine Vergleiche zwischen der Buckfastbiene und anderen Bienenrassen anstellen, ist doch die hingängliche Auswahl der Biene von irrationalen Umständen und persönlichen Neigungen geprägt und weniger von der wissenschaftlichen Ratio.
Hinzu kommt, dass es viel zu oft bedauernswerte Gehässigkeiten zwischen Züchtern verschiedener Bienenrassen - z. B. Buckfast und Carnica - gibt und wir dieses bestehende Misstrauen nicht auch noch schüren wollen.
Als unrühmlichstes Beispiel sei hier ein Wissenschaftler erwähnt, der den höheren Honigertrag bei Buckfastvölkern bösartig auf die verbliebene Futtermenge im Volk zurückführt, die die Bienen einfach umgetragen und so das Ernteergebnis gravierend verändert hätten.
Hier sei die Frage erlaubt, ob wir nicht genug Probleme in Europa haben, die die Imkerschaft bedrohen und deren Lösung längst überfällig ist. Wäre hier eine Bündelung der Kräfte nicht angebracht?

Die Buckfast, Zuchtziele und derzeitiger Zuchtstand
Mittlerweile ist für den Erhalt der Buckfastbiene importiertes Zuchtmaterial unerlässlich. Hierbei wird auf Anatolica, Cecropia oder die Sahariensis zurückgegriffen, um einen stetigen Zuchtfortschritt und eine Anpassung an wechselnde klimatische Begebenheiten zu erreichen. In Kombinationszucht wird zwischen der aktuellen Buckfastbiene und dem erwähnten Zuchtmaterial eingekreuzt. Erst wenn nach intensiver Auslese eine nachzuchtwürdige Generation geschaffen wurde, sprechen wir von einer neuen Buckfastlinie.
Die Buckfastbiene ist zwar eine vom Menschen erschaffene (Kunst) Rasse, allerdings keine Hybridbiene (z. B. die Starlight), wie oftmals fälschlich behauptet wird.
Der Dobermann wurde mit dem Ziel gezüchtet, als Jagd- und Wachhund einsetzbar zu sein. Hierzu waren viele züchterische Versuche nötig und der Erfolg stellte sich nicht sofort ein. Es entstand eine Zuchtrichtung, die ebenfalls ausschließlich von Menschenhand geschaffen wurde.
Bei einer Kreuzung zwischen Dobermannweibchen und Dobermannmännchen erhalten wir natürlich wieder Welpen der Zuchtrichtung Dobermann. Keiner von uns würde dieses auch nur in Frage stellen.
... und bei unseren Buckfastbienen ... ?
...verhält es sich natürlich auch so:
Kreuzt man Buckfastkönigin mit Buckfastdrohnen, entstehen wieder neue Buckfastbienen.
Alles klar?